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Die N e u z e i t

Neuzeit ab dem Jahre 2000

Der Zeitraum »Neuzeit« ist unterteilt in:

Beginn AufbauAug. 2000: Der Wiederaufbau des Gradierwerkes beginnt. Das Bau-Gelände ist weiträumig abgesperrt. Der kleine Teil des Gradierwerkes Richtung Osten ist noch bedingt nutzbar. Ist der Hauptbereich fertig, wird dieser kleinere Bereich ebenfalls abgerissen und neu aufgebaut.
Ausführliche Infos mit Fotos über den Abriss und das fertig aufgebaute Gradierwerk sind im Gesamtprojekt des Gradierwerkes beginnend mit Architektur zu lesen und zu sehen.

850 Jahre2000: Der Vorort Oberrieden wird 850 Jahre alt. Die Feierlichkeiten konzentrierten sich überwiegend auf den Sommer. Es wurde eine gebundene Jubiläumsschrift "850 Jahre Oberrieden" herausgegeben.
Oberrieden ist immer noch der grösste Vorort des Heilbades. Aus diesem Grunde eingehendere Information in Text und Bild unter:

A. April 2002: Offizielle Einweihung des westlichen Bereiches zum Saisonbeginn! Leider sind die Aussenanlagen nicht fertig. Nur die Wandelgänge des Gradierwerkes können genutzt werden.

Wandelgang links Gradierwerk Wandelgang rechts

Das wieder aufgebaute fertige Gradierwerk ist in Bild und Text unter: Architektur mit Hintergrundinfos und einigen technischen Daten dokumentiert.

Therme15. Juli 2005: Kein Meilenstein ist das Projekt Werratal-Therme, das nun offiziell eröffnet wurde. Etwa 15 Prozent der Wandelgänge und eine grosse Aussenfläche wurden der Öffentlichkeit aus kommerziellen Gründen entzogen. Aus zeitgeschichtlicher Sicht, obwohl mit städtischer Beteiligung, ist es ein privates Projekt mit optimistischer Zukunftsplanung in einer Zeit wirtschaftlicher Stagnation - vor allem im Privatbereich, der hier ja die Zielgruppe ist.
Insgesamt wird das Projekt -Werratal-Therme- auch unter dem neudeutschen Begriff "Wellness" vermarktet. Foto: A. Juli 2006, eher waren die Aussenanlagen nicht fertig!

Ab diesem Zeitpunkt gibt es nur noch einen grossen Gebäudekomplex der das Kurmittelhaus, das Sole-Bewegungszentrum und die verbundenen extra Bereiche des Thermenkomplexes vereint.
Zusatzinformationen als Bilddokumentation unter: Werratal-Therme

Abriss KurmittelhausE. Okt. 2005: Beginn und erste Phase der Abrissarbeiten am 1. Kurmittelhaus und der Veranstaltungshalle. Den Winter über ruhte teilweise der Abrissbetrieb. Einwohnern und Gästen wurden Ansichten geboten, z.B. in Richtung "Wendischer Markt", wie sie letztmalig Ende des 19.Jahrhunderts aktuell waren.
Ausführliche Bild- und Textinfos unter Abrissarbeiten: Kurmittelhaus/Veranstaltungshalle

StrassenbauA. März 2006: Die Bauarbeiten für eine geänderte Wegeführung beginnen. Projektiert ist eine völlige Umgestaltung. Vom bisher immens bevorzugten historischen Pflasterbelag soll Abschied genommen werden. Die Vernunft, zum Nutzen der Fussgänger und Gehbehinderten, beginnt sich durchzusetzen.

Abriss KurmittelhausDie Strasse durch das Gradierwerk wird völlig neu und verkehrsberuhigt ausgebaut und in Teilen erweitert. Sitzgelegenheiten und ein Wasserlauf sind projektiert. Im Endzustand soll es dann keinen Verkehr durch Kraftfahrzeuge geben; ausgenommen ist der Busverkehr für die Werratal-Therme.
Ausführliche Bild- und Textinfos über diese Strassenbauarbeiten unter: Neue Wegeführungen

Sommer 2006: Die Erweiterung und Umgestaltung des Kurparkes unter Einbeziehung der Strasse durch das Gradierwerk ist abgeschlossen. Kraftfahrzeuge können diesen Bereich noch durchfahren.

10. Nov. 2006: 125 Jahre Heilbad Bad Sooden-Allendorf. Festveranstaltung.

01. April 2007: Der gesamte "Innenstadtbereich" vom Ortsteil Sooden wird zum erweiterten Kurbereich erklärt. Die Durchfahrt mit einem Kraftfahrzeug durch den Ortsteil ist nicht mehr möglich. Parken ist für Besucher nur noch sehr eingeschränkt möglich bzw. unmöglich. Die offizielle Ein- und Ausfahrt ist in der Bauphase. S.a. politische Kurzsichtigkeit

20-23. April 2007: Erstmals findet der Deutsche Heilbädertag in Bad Sooden-Allendorf statt.

Kulturzentrum04. April 2007: Offizielle Eröffnung des neuen Werratal-Kultur-Kongresszentrums in Verbindung mit der Erweiterung des Kurhotels zum Kurparkhotel.
Die Zielrichtung ist: "... weg vom Image des bisherigen Sozialbades", soweit ein öffentliches Statement an anderer Stelle.
Alter Brauch ist es hier, bei einem Einzug in ein neues Haus "Brot und Salz" zu übergeben. Diese Gaben überreichten als "Salzträgerpaar" des VfH-BSA "Ramona Höftmann und Uwe Friederich".

Als Schritt in die neue Zukunft als Heilbad, hat das vermutlich auch die EU (Europäische Union) erkannt und Fördermittel für das neue Gesamtkonzept bereitgestellt. Vorbehaltlich der Richtigkeit waren das:

Die Aussenanlagen sind noch nicht fertig.
Zusatzinformationen als Bilddokumentation, unter: Kultur- Kongresszentrum

Im Jahre 2007 wurde auch in Bad Sooden-Allendorf an die "Heilige Elesabeth" gedacht. [800 Jahre nach ihrer Geburt]

Das Jahr 2008: Statement der Stadt: Bad Sooden-Allendorf soll bald zu den zehn besten deutschen Kurorten gehören. Das waren absolute Fehlplanungen!
Der finanzielle Abstieg war bereits vor einem Jahr beängstigend geworden! Immer mehr Kurgäste und Tagesbesucher mit dem in der Stadt ungeliebten "Sozial-Image"meiden den ehemals so feinen Ort im Werratal.

Das Jahr 2009: Der Kurort verfolgt weiter das Ziel sich vom negativ besetzten Image eines Sozialbades zu trennen. Das zeigt sukzessiv die gewollte Wirkung. Leider ist es zu ruhig geworden. Kinder und alte Menschen beleben nicht mehr wie früher das Strassenbild. Die Einwohnerzahlen sinken weiter. Noch mehr Gäste meiden den Kurort.
Die Konzertveranstaltungen in der neuen Halle werden sehr gut angenommen.

Im Jahre 2009 wurde die alte Balzerborn-Reha-Klinik unter neuer Leitung wieder geöffnet. Patienten mit dem "Status Sozial" werden dort ebenfalls aufgenommen. Hier gibt es die öffentlich geäusserte Abkehr vom Sozial-Image vermutlich nicht.

Ein Problem ist und bleibt die neue Verkehrsleitplanung im Kurbereich.

Pfingsten 2010 / Brunnenfest: Die Kommerzialisierung nimmt auch hier zu. Erstmals wurde das Pfanner-Frühstück (Söder Vesper) offiziell in die kalte Umgebung der Kongress- und Musikhalle verlegt.
Die alte Tradition der im Freien stattfindenden Pfännertafel ist damit abgeschafft?

Nach dem zukunftsorientierten Umbau des Heilbades wird das übliche "Kurkonzert eines Kurortes" vermutlich nicht wieder aufleben. Ähnliche Musikdarbietungen werden jedoch am Sonntag im kommerziellen Gastronomie-Umfeld angeboten.

Das politisch forcierte Breitbandprojekt der Bundesregierung ist für den ganzen Landkreis, somit auch für unsere Stadt, durch die mangelnde politische Kompetenz und unter Zeitdruck zum Desaster geworden.
Im Herbst stellte sich heraus: das Gradierwerk muss im Dachbereich saniert werden.
Der Ausrüster und Netzbetreiber für das Breitbandprojekt musste zum Jahresende Insolvenz anmelden. Ein erneuter Rückschlag für die Stadt und den Landkreis. Es ist kein wirtschaftlicher Aufschwung für die Stadt Bad Sooden-Allendorf sichtbar.

- Einwohner gesamt am 30.06.2010: 8314

Das Jahr 2011: Weiter sinkende Einwohnerzahlen. Junge Menschen wandern ab. Der Werra-Meissner-Kreis, somit auch die Kurstadt mit ihrem Umfeld, bieten kaum Chancen für die Zukunft.
Das Breitbandprojekt bleibt auch mit dem neuen Netzbetreiber ein Desaster ohne z.Zt. absehbares Ende. Die Einwohner in den Vororten bleiben weiterhin fast von sogenannten Internet ausgeschlossen.
Die Stadt ist durch Sole und Salz einmal ein kleiner beliebter Kurort gewesen. Nun wird wieder eine Neuausrichtung angestrebt:Gesundheitsort, weg vom Klischee des reinen Kurortes und hin zu einem gewünschten tourismusorientierten Ferien- und Gesundheitsort.

04. Mail 2011: Die Reparaturarbeiten im Dachbereich des Gradierwerkes haben begonnen. Siehe dazu: so sieht es aus.

-hs/ms-

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Letzte Änderung: 11/06/2011 - 21:22 Uhr