
JA - die Wirkung ist unübersehbar:
Leere Strassen - leere Parkplätze - leere Sitzbänke
Leere Tische und Stühle im Gastronomiebereich.
Den Gesundheitsreformen allein kann das nicht angelastet werden. Die Abkehr vom ungeliebten Sozialimage zeigt Wirkung.
"Morgens Fango und abends Tango",
täglich öffentliche Kurkonzerte - das war einmal.

Auch wenn ältere Menschen, vor allem wenn sie gehbehindert und auf ihr Auto angewiesen sind, nun seltener "mal eben zum Kaffeetrinken" zu uns kommen, hofft die Gastronomie auf eine Lösung. Siehe dazu die geänderte Zufahrt Sooden-Süd und die neue Wegeführung. Trotzdem sind wir der kleine, wenn auch nicht immer feine, Kurort geblieben.
Sehen Sie sich in unserer Webpräsenz um. Völlig ohne Werbung werden sie das u.U. lesen und sehen, was offiziell nicht zu finden ist.
Unser kleiner Kurort liegt auch im "Frau Holle Land." Das wird innerhalb des Brunnenfestes, zu Pfingsten, ebenfalls gezeigt. Wir bieten den Text des Märchens zum Nachlesen und als Druckversion an.

Dieser Blick in den früheren Kur-Mittelpunkt von Sooden, dominant sind hier der Bereich "Weinreihe" und war das alte Kurmittelhaus im gotischen Stil. Im Herbst des Jahres 2005 wurde dieser Gebäudekomplex, einschliesslich der Veranstaltungshalle, abgerissen. Ab dem Jahre 2007 steht hier eine Musik- und Kongresshalle [dieser Name wechselt(e) je nach privatwirtschaftlicher Couleur] nach neuen Konzepten und mit Ausrichtung auf die Zukunft der Fachwerkstadt im Werratal.
Gegenüber liegt die "Weinreihe", hier rechts ein weiteres Foto. Flanieren, sitzen, schauen, sowie essen und trinken, hier ist zumindest während der Saison immer etwas Betriebsamkeit.
Am unteren Ende der "Weinreihe" liegt das alte Salzamt (rechts im Bild) wo heute der modernisierte Infobereich für Touristik untergebracht ist. In der alten Pfennigstube (in der Bildmitte) ist ein kleiner Leseraum vorhanden. Die wirtschaftlich guten alten Zeiten des Sozialbades sind vorbei. Damit auch die Leseräume im Kurmittelhaus. Vor der Pfennigstube und dem alten Salzamt steht immer noch der Steintisch mit einer Salzwaage (Nachbau, das Original ist im Salzmuseum zu sehen). Etwas weiter unten, links um die Ecke, ist schon das "Södertor" zu sehen.
Der gesamte Bereich ist auch Teil von Veranstaltungen während des Brunnenfestes. Ebenso erfolgt hier die Übergabe von Sole und Salz.
"... warum ist es denn so weit bis zum Kurmittelhaus?", ein oft gehörter Seufzer von neuen Kurgästen.
Mit dem neuen Kurmittelhaus (inwischen der Gebäudekomplex Werratal-Therme), das 1989 eröffnet wurde, ging auch eine Erweiterung des Kurparkes einher. Die ständigen Umbeiten, Neubauten und Erweiterungen, sind im Bereich Zeitgeschichte beschrieben. Rosengarten, Brunnen, Minigolfanlage (heute Spielgolf), sollten nun direkter Mittelpunkt zwischen den alten Kureinrichtungen und den neuen Gebäuden sein. Seit der Jahrtausendwende ist das wieder alles Vergangenheit. Aus alt werde neu und besser, wurde leider ein wirtschaftliches Fiasko.
Bis zum April des Jahres 2007 trennte eine vielbefahrene Ortsstrasse, und eine Nebenstrasse (Einbahnstrasse) diesen Bereich.
Die Strasse teilt auch das Gradierwerk. Das nebenstehende Bild ist bereits historisch. Hier wurde in diesem Bereich die Werratal-Therme als zukunftsweisendes neues Projekt gebaut.
Es gab einmal zwei Unterführungen der Strassen für Fussgänger, aber sie Strasse wurde für den öffentlichen Verkehr gesperrt und ist, ebenfalls seit April 2007 eine gelungene Bereicherung im Kurpark und Gradierwerkbereich.
Ein schmaler künstlicher Bachlauf verläuft einseitig dieser eingezogenen Strasse und Sitzbänke zum Verweilen sind auch vorhanden. Aber - leider viel zu wenig Sitzgelegenheiten im gesamten frei zugänglichen Bereich. Zum Sitzen und Liegen sollen die Leute dezent und unterschwellig in die geldwerten Bereiche dirigiert werden. Auf Dauer sicher nicht die optimale Lösung!
Einen seltenen Vorteil, gegenüber vielen anderen Orten, hier speziell Kurorten, kann Bad Sooden-Allendorf bis jetzt noch für sich verbuchen. Es sind die in den Aussenbereichen vorhandenen Parkmöglichkeiten in der Doppelstadt.
Leider hat unsere Stadt im Bezug auf mögliche Umweltbelastungen in Bezug auf das Ziel daneben geplant. Daneben geplant bedeutet hier: die Interessen der Bürger, Tagesbesucher und Gäste mit Sozialstatus wurden einer imaginären »Aufwertung« des Kurbereiches geopfert.
Ab April des Jahres 2007 gibt es für den KFZ-Verkehr (ausgenommen ist der öffentlicher Verkehr) keine Durchfahrmöglichkeit mehr durch den Ortsteil Sooden. Ein Drumherumfahren ist von der landschaftlichen Lage her auch nicht möglich. Nur aus Richtung Norden oder Süden kommend geht es hinein und auch so wieder hinaus.
Selbst da wo das Hineinfahren in den zum erweiterten Kurparkbereich des Ortes erlaubt ist, gilt auf den wenigen und fast immer besetzten Parkplätzen eine Verweildauer von nur einer Stunde. Von den im Aussenbereich liegenden Kur- bzw. Rehakliniken ist nur eine davon betroffen. Unter dieser Einschränkung des fliessenden Verkehrs leiden nicht nur wir, die Einwohner, sondern auch Besucher und Gäste und vor allem das Gastgewerbe.
Da vor allem alte und/oder gehbehinderte Menschen den zum erweiterten Kurbereich erklärten Ortsteil Sooden zwangsläufig meiden werden, muss langfristig zu aller Nutzen eine Lösung gefunden werden.
Andere Kurorte machen um mehr Tagesgäste zu bekommen ähnliches rückgängig, nicht dem "heil'gen Blechle" zuliebe, was hier in BSA als Fortschritt gepriesen wird.
Dafür spricht auch der Trend, trotz zunehmender Überalterung der Menschen in Deutschland, also der zunehmend finanziell potenten Kurgäste, dass man versucht junge Menschen für unseren Kurort zu interessieren.
Mit der Folge auf Zeit, dass die Jungen doch nicht kommen - die Senioren aber weg bleiben, u.a. wie hier vor beschrieben.
Haben junge oder alte Menschen, Familien mit Kindern, noch den Status sozial schwach zu sein, so sind sie für die Zukunft richtungsweisend immer weniger willkommen.
Warum? Der Kurort Bad Sooden-Allendorf, seit November 2006 125 Jahre Heilbad, will weg vom Image eines Sozialbadeortes, das soll für die nächsten Jahrzehnte den gesicherten Aufschwung bringen und sichern. So zumindest ein öffentliches Statement in Bezug auf die Neuausrichtung des Kurortes BSA.

Fast in der Mitte des erweiterten Kurparkbereiches steht seit dem Sommer 2007 ein neues modernes Gebäude, das Werratal-Kultur- und Kongresszentrum (Foto links). Im Volksmund ist gelegentlich schon die Bezeichnung "Öltank" zu hören. Am Rande dieser Gesamtfläche des erweiterten Kurbereiches wurde die Werratal-Therme (Foto rechts) mit dem bestehenden Sole-Hallen-Bewegungsbad vereint.
Die Kurmitteleinrichtungen wurden wieder radikal reduziert, vermutlich wird der Bedarf früherer Jahre nicht mehr erwartet. Im gesamten Neu- und Umbauareal soll sich das Flair eines alten Fachwerkstädtchens mit moderner Architektur verbinden. Allerdings soll das Fachwerkkonzept inzwischen kein Alleinstellungsmerkmal sein.
Über den neu gestalteten Kurbereich im Zusammenhang mit dem Umfeld Musik- und Kongress-Zentrum, sehen Sie eine umfangreiche Bild-Dokumentation im Bereich:
Vorgenannte Links sollen nur Eckpunkte sein um sich dann selbst im Gesamt-Projekt der VfH-BSA Web-Präsenz umzusehen. Es lohnt sich, sagen wir auch als Autoren (bis E. 2009) der WebPräsenz des VfH-BSA.
Es gibt im deutsprachigen Raum kein nur annähernd solches Bildmaterial, vor allem nicht in der Fülle, über eine Kurstadt. In diesem Punkt haben wir die Spitze der deutschen Heilbäder erreicht. Alles in finanzieller Eigenleistung seit 1996 und ab dem Jahre 2002 in Zusammenarbeit mit dem VfH-BSA.
Selbst das Wort "Kur" soll nicht mehr zeitgemäss sein, es klingt zu verstaubt und passt nicht in die heutige angestrebte Wellness-Landschaft. Dafür steht seit dem Jahre 2006 mitten im Kurpark auch die neue Werratal-Therme, die das alles und sogar Spezielles bieten kann. »Wir« wollen uns schliesslich bald zur Spitzengruppe der deutschen Kurorte zugehörig fühlen und das durch ein passendes Gästepotential auch bestätigt erhalten.
Ausser den angebotenen Kurwanderungen, ist sicher auch von Bedeutung, dass es hier ein weitverzweigtes und gut gepflegtes (im weiteren Kurbereich)
Wander-Wegenetz gibt, welches auch von Fernwanderwegen tangiert wird.
Manche Wege sind speziell auch für ältere Radfahrer gut geeignet. Im Bild rechts (Bildhintergrund) wieder das 1. Badehaus; heute Versammlungsort des Verein für Heimatkunde-BSA (VfH-BSA). Davor der Solgraben. Besser einsehbar im Bereich Gradierwerk.
Das nebenstehende Foto (ein Rückblick) zeigt das Sole-Bewegungsbad im Winterhalbjahr und am späten Nachmittag.
In dieser Form, bzw. auch diese Ansicht, ist ab Mitte 2005 nur noch historisch. Das Innere blieb im Wesentlichen jedoch erhalten.
Alle Planungen wurden Wirklichkeit. "Wir" haben eine sogenannte Werratal-Therme, wie im vorigen Absatz bereits erwähnt. Es ist eine Baumassnahme, neben anderen, die auf die Zukunft des Heilbades, leider aber auch auf eine bestimmte Klientel von Kurgästen und sonstige Besucher ausgerichtet ist.
Plötzlich und überraschend fand im Jahre 2009, der immensen Schulden wegen, schnell ein Umdenken statt.
Foto rechts: Türmchen auf dem Södertor. Gründe dazu sind u.a. in der Statistik nachzulesen. Ja - plötzlich bemüht "man" sich wieder um Kinder und Jugendliche, zumindest was die Werratal-Therme betrifft. Die Zielrichtung, fort vom Sozial-Image, wird durch die Preisstruktur noch etwas aufrecht erhalten. Kritik an dieser Baumassnahme wurde aus privatwirtschaftlichen Gründen abgeblockt.
Die Besonderheit dabei, erstmals in Deutschland verwirklicht, ist die Einbeziehung eines Teiles des Gradierwerkes in den nur für zahlende Besucher bestimmten Aussenbereich. Der frei zugängliche Aussenbereich ist damit um etwa 20 Prozent kleiner geworden.
Fotos von dem nächtlich beleuchteten Gradierwerk folgen.
- hs/ms -
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Letzte Änderung: 07/04/2011 - 15:01 Uhr