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Das Brunnenfest im Ortsteil Sooden

wird jeweils zu Pfingsten gefeiert

Pfingstbaum Das Fest begann bis zum Jahre 2003 jeweils am Donnerstag mit dem Aufstellen des Pfingstbaumes.
Ab dem Jahre 2004 wird dieses Ereignis nun in einer kleineren Umgebung gefeiert; es soll jedoch als "kleines und feines Ereignis" weiter Bestand in unserer Kurstadt haben.

Zum Brunnenfest, das alljährlich zu Pfingsten als ein Fest des Dankes für die segensreichen Quellen gefeiert wird, wurde 1976 in einem Gesöde im Grössenverhältnis von 1:2, zum erstenmal ein Salzsieden wie zu alten Zeiten vorgeführt.

Das alles auch zum Andenken an das Jahr 776, als Frankenkönig Karl der Grosse dem Ort Westera mit seinen Solequellen das Marktrecht verliehen hat.
Spätestens aber dem Jahre 2011 werden sich Besucher fragen, warum in Bezug zu Sole und Salz noch das alte Brauchtum hervorgehoben wird. Die Sole ist noch da! Das Gradierwerk, wieder sanierungsbedürftig, auch. Öffentlich wird die Behandlung des Krankheitsbildes "Asthma" nicht mehr besonders herausgestellt. Vermutlich die Folgewirkung der projektierten Abkehr unserer Staft vom Sozial-Image.

SalzsiedenNeben anderen Darbietungen für Jung und Alt, beginnt wegen des Zeitablaufes um 14:00 Uhr das Salzsieden wie zu alter Zeit.

 
Auf den Bilder oben: Andere Aktivitäten während des Salzsiedens.

Eng verbunden mit diesem Fest ist die alte Salzkirche zu sehen, die St.-Marienkirche im Ortsteil Sooden.

KurparkAn den östlichen Hang des Hege- Westernberges geschmiegt, ist ihr Turm auch vom alten Kurpark, bzw. der Weinreihe aus zu sehen.

MarienkircheEs war ja der evangelische Geistliche Johannes Rhenanus, welcher in der Mitte des 16. Jahrhunderts ein Dankesfest ins Leben rief, dessen wichtiger Bestandteil vor allem die historisch geprägte Salzpredigt ist.

Erwähnenswert ist, dass die Kirche zur Jahrtausendwende, also im Jahre 1999/2000, auf 300 Jahre zurück blicken konnte.
Sie wurde im Jahre 1637, wie andere Gebäude des Ortes auch, im Zeitraum des dreissig jährigen Krieges nieder gebrannt. Es schloss sich eine längeren Wiederaufbauzeit an.

Salz und SoleÜbergabe von Sole und Salz:
Erklärende Worte zuvor zum Geschehen und dem Hintergrund, durch Herrn Wilhelm Wiesner (Verein für Heimatkunde). Im Bild links; der Alt-Bürgermeister "Gundlach." In einem Parallel-Programm übernimmt Herr Gundlach die historische Rolle des Landgrafen Philipp.

Anschliessend stellen sich Vereine und Gruppen zum gemeinsamen Kirchgang auf; Ziel ist die hier bereits erwähnte Marienkirche.
In der Kirche beginnt dann der historische Festgottesdienst mit der Salzpredigt.
Der Text des "Soodener Lobgesanges" steht unter Te_Deum_Laudamus zu ihrer Verfügung.

Der kirchliche Teil klingt am Abend mit einem Konzert aus; i.d. Regel eine Orgel- und Trompetendarbietung.

»... So wollen wir demnach Gott zu Lobe und zu ehren, auch zur Erklärung unserer Dankbarkeit gegen Gott hiermit beständlich gesetzt, geordnet und bestätigt haben, dass alle Jahre und eines jeden Jahres besonders ein christlich Bet- Lob- und Dankesfest auf Pfingsten soll gehalten werden.
Auf desselbigen Tages sollen beide, unser und der Pfänner Salzgreben, Beamte, Befehlshaber und Diener folgen, alles, was vermögend, was vermöglich ist, jung und alt von Pfännern und Södern mit besonderer Demut und Andacht in Sooden in die Kirche befügen, etliche christliche Lob- und Dankpsalmen singen und darauf eine christliche Vermahnung und Predigt anhören, darinnen in genere alle Gaben Gottes und in specie die besonderen Gaben des Salzbrunnens gerühmt und gepriesen werden.
Nach der Predigt soll jedermann mit besonderem Fleiss und Ernst sich mit rechter Andacht zum Gebet begeben, die Litanei gesungen, mit einem besonderem Gebet beschlossen, der Segen gesprochen, Almosen gegeben und die ganze Gemeinde dimittieret werden und soll dieses Fest ein ewiges in diesem Salzwerk sein und bleiben.«

Einige Szenen vom Brunnenfest:

-hs/ms-
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Letzte Änderung: 26/03/2011 - 00:31 Uhr